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Chrysolina (Sulcicollis) oricalcia (Müller O. F., 1776)

Wiesenkerbel-Blattkäfer

Synonyme:

Chrysomela oricalcia Müller O. F., 1776 |

  • Chrysolina oricalcia  3117
    Chrysolina oricalcia (Müller O. F., 1776)  Wiesenkerbel-Blattkäfer   
    Chrysolina oricalcia
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2005-06-04 15:29:45
    Bildnummer: 3117

    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2005-06-04 15:29:45

  • Chrysolina oricalcia  3118
    Chrysolina oricalcia (Müller O. F., 1776)  Wiesenkerbel-Blattkäfer   
    Chrysolina oricalcia
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2005-06-04 15:30:03
    Bildnummer: 3118

    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2005-06-04 15:30:03


Weitere Vernakularnamen:
Brauner Blattkäfer
Einordnung:
Chrysolina oricalcia gehört zur Unterfamilie Chrysomelinae, Tribus Doryphorini.
Verbreitung:
Europa (fehlt auf der Iberischen Halbinsel), östlich bis in die Ukraine und Türkei; Sibirien?
Lebensraum:
Feuchte Hochstaudenfluren; feuchte Wälder und Schläge in Bachnähe.
In Mitteleuropa häufig in montanen und submontanen Regionen, in Nordeuropa nur im Flachland.
Beschreibung:
Länge 6 - 9 mm; kurzovale Art; Oberseite bronzefarben, manchmal blau oder grün; Flügeldecken mit deutlichen Punktreihen; Halsschild meist glatt oder sehr fein punktiert; Seiten des Halsschilds gerade, nach vorn stark konvergierend; Seitenrand des Halsschilds von der Basis durch eine scharfe Kerbe abgesetzt.
Lebensweise:
Der Wiesenkerbel- oder Braune Blattkäfer Chrysolina oricalcia ist eine überwiegend abend- und nachtaktive Art, die oligophag an verschiedenen Doldenblütlern (Apiaceae), insbesondere an Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris), lebt. Weitere Wirtspflanzen sind Kälberkropf (Chaerophyllum), Gewöhnlicher Klettenkerbel (Torilis japonica), Wasserschierling (Cicuta virosa), Gefleckter Schierling (Conium maculatum) und Giersch (Aegopodium podagraria).
Chrysolina oricalcia überwintert als Imago. Die Weibchen der ovoviviparen Art gebären ihre Larven bereits im zeitigen Frühjahr. Bei ovoviviparen Tieren entwickeln sich die Embryos in Eiern, die bis zum Schlupf im Körper der Mutter verbleiben. Die Embryos ernähren sich von dem im Ei enthaltenem Dotter (Dottersack). Die Larven entwickeln sich in 3 - 5 Wochen. Sie verpuppen sich in einer Erdhöhle im Boden. Nach rund 3 Wochen schlüpft die neue Generation, die von Juli bis September aktiv ist und sich danach zur Überwinterung zurückzieht.

Quellen, weiterführende Literatur, Links:
  1. Rheinheimer, Joachim, & Hassler, Michael: Die Blattkäfer Baden-Württembergs, 2018, 928 pages, Kleinsteuber Books (Karlsruhe), ISBN 978-3-9818110-2-5
  2. Arved Lompe: Die Käfer Europas - Ein Bestimmungswerk im Internet