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Coptocephala rubicunda (Laicharting, 1781)

Roter Dolden-Blattkäfer

Synonyme und andere Kombinationen:

Clytra rubicunda Laicharting, 1781 | Coptocephala tetradyma Küster, 1845 | Melolontha rubra Geoffr., 1785 |

  • Coptocephala rubicunda  11497
    Coptocephala rubicunda (Laicharting, 1781)  Roter Dolden-Blattkäfer   
    Coptocephala rubicunda
    DE, SN, Plauen/Vogtland, Burgteichgebiet; 2017-08-27 15:23:51
    Bildnummer: 11497, © Steffen Hintersaß

    DE, SN, Plauen/Vogtland, Burgteichgebiet
    2017-08-27 15:23:51


Einordnung:
Coptocephala rubicunda gehört zur Unterfamilie Cryptocephalinae.
Unterarten:
Coptocephala rubicunda rubicunda (Laicharting, 1781)
Coptocephala rubicunda rossica Medvedev, 1968
Verbreitung:
Die Unterart Coptocephala rubicunda rubicunda ist von Südwesteuropa über das südliche Mitteleuropa bis Griechenland, Kroatien und Bulgarien verbreitet (in Deutschland vor allem im Süden, in der Mitte vereinzelt und im Norden fehlend).
Die zweite Unterart Coptocephala rubicunda rossica wurde in Weißrussland, Georgien, Kasachstan, im Ural und asiatischen Teil Russlands (Krasnojarsker Region, Altai) nachgewiesen.
Lebensraum:
Sehr trockene und warme Biotope wie Magerrasen, Sandrasen, Schotter- und Kiesflächen, Uferdämme ...
Beschreibung:
Körperlänge 4,2 - 6 mm; Kopf und Beine schwarz; Halsschild und Flügeldecken rötlich; Flügeldecken mit schwarzen, in der Größe variierenden Flecken an den Schulterbeulen und weiter hinten mit 2 im Bereich der Flügelnaht getrennten oder zu einer Querbinde vereinigten Flecken.
Lebensweise:
Die Imagines des Roten Dolden-Blattkäfers (Coptocephala rubicunda) können im Hoch- und Spätsommer an Doldenblütlern (Apiaceae) wie Pastinak (Pastinaca), Haarstrang (Peucedanum), Pimpinelle (Pimpinella), Silge (Selinum) und Sesel (Seseli) gefunden werden. Sie fressen die Nektarien der Blüten, seltener die Blütenböden.
Ein Weibchen legt bis zu 10 Eier pro Tag. Die mit einem Eisack aus feinen spiralförmig angeordneten Schuppen umgebenen, mit einem Sekret ummantelten Eier werden mit einem stielförmigen Sekretfaden an Pflanzen befestigt.
Bei einem Zuchtversuch unter Laborbedingungen ernährten sich die Larven im 1. Stadium von welkem, zerfallendem Laub, Stängeln und Wurzeln der Kleinen Bibernelle (Pimpinella saxifraga), konnten sich aber nicht weiterentwickeln.

Quellen, weiterführende Literatur, Links:
  1. Rheinheimer, Joachim, & Hassler, Michael: Die Blattkäfer Baden-Württembergs, 2018, 928 pages, Kleinsteuber Books (Karlsruhe), ISBN 978-3-9818110-2-5
  2. Arved Lompe: Die Käfer Europas - Ein Bestimmungswerk im Internet
  3. Ewa Pietrykowska. (2000). Morphology of the egg and first instar larva of Coptocephala rubicunda (Laicharting, 1781) and notes on its biology (Coleoptera: Chrysomelidae). Genus Vol. 11 (1), 37-44, Wrocław.