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Cryptocephalus octomaculatus Rossi, 1790

Gelbbrauner Achtfleck-Fallkäfer

Synonyme und andere Kombinationen:

Cryptocephalus quinquepunctatus Harrer, 1784 | Cryptocephalus duodecimpunctatus Fabricius, 1792 |

  • Cryptocephalus octomaculatus  11620
    Cryptocephalus octomaculatus Rossi, 1790  Gelbbrauner Achtfleck-Fallkäfer   
    Cryptocephalus octomaculatus
    DE, SN, Röhrsdorf, Regenbachtal; 2025-07-24 13:05:59
    Bildnummer: 11620, © Steffen Hintersaß

    DE, SN, Röhrsdorf, Regenbachtal
    2025-07-24 13:05:59


Einordnung:
Cryptocephalus octomaculatus gehört zur Unterfamilie Cryptocephalinae, Tribus Cryptocephalini.
Verbreitung:
Südliches und mittleres Europa, von Frankreich nach Osten bis zum Kaukasus.
In Deutschland sehr selten (in Sachsen, Thüringen, Bayern und Brandenburg nachgewiesen).
Lebensraum:
Warme, trockene Standorte an denen Eichen oder weitere als Futterpflanzen geeignete Bäume und Sträucher zu finden sind.
Beschreibung:
Körperlänge 4,5 - 6,0 mm; gelbbraun; Flügeldecken mit 4, manchmal auch 5 punktförmigen Makeln; Halsschild mit Makeln; Fühler größtenteils schwarz.
Lebensweise:
Die Imagines des Gelbbraunen Achtfleck-Fallkäfers (Cryptocephalus octomaculatus) können am häufigsten im Juli und August, sehr selten schon im Juni, gefunden werden. Sie ernähren sich von frischen Blättern von Laubbäumen und -sträuchern und leben häufig an Eichen (Quercus). Weitere Futterpflanzen der Art sind Hainbuche (Carpinus), Hartriegel (Cornus), Gemeine Hasel (Corylus avellana) und Pappeln (Populus). Die Eier werden von den Weibchen mit einem schützenden schuppenartigen Überzug aus einem aushärtenden Sekret als Schutz vor Fressfeinden bedeckt und auf den Boden fallen gelassen. Die Cryptocephalus octomaculatus-Larven schlüpfen 15 Tage nach der Eiablage.
Die Larven der Gattung Cryptocephalus ernähren sich von welken Blättern. Sie leben in einem schützenden Larvensack aus totem Pflanzenmaterial und Kot, den sie ständig mit sich herumtragen und niemals verlassen. Dieser wird mittels eines mit speziellen Afterdrüsen produzierten Sekrets und ausgeschiedenem Kot vergrößert. Zur Verpuppung klettern die Larven an Pflanzen nach oben. Der Eingang des Larvensacks wird verschlossen. Nach der Puppenruhe verlassen die Käfer den Larvensack durch eine gegenüber dem ursprünglichen Eingang genagte Öffnung.
Cryptocephalus octomaculatus bildet eine Generation pro Jahr.

Quellen, weiterführende Literatur, Links:
  1. Rheinheimer, Joachim, & Hassler, Michael: Die Blattkäfer Baden-Württembergs, 2018, 928 pages, Kleinsteuber Books (Karlsruhe), ISBN 978-3-9818110-2-5
  2. Arved Lompe: Die Käfer Europas - Ein Bestimmungswerk im Internet
  3. Plant Parasites of Europe