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Cryptocephalus (Burlinius) pusillus Fabricius, 1777

Kleiner Birken-Fallkäfer

  • Cryptocephalus pusillus  2990
    Cryptocephalus pusillus Fabricius, 1777  Kleiner Birken-Fallkäfer   
    Cryptocephalus pusillus; det. Christoph Benisch
    DE, Chemnitz, Hutholz; 2007-09-30 14:04:46
    Bildnummer: 2990

    DE, Chemnitz, Hutholz
    2007-09-30 14:04:46
    det. Christoph Benisch
  • Cryptocephalus pusillus  2986
    Cryptocephalus pusillus Fabricius, 1777  Kleiner Birken-Fallkäfer   
    Cryptocephalus pusillus; det. Christoph Benisch
    DE, Chemnitz, Hutholz; 2007-07-08 12:25:21
    Bildnummer: 2986

    DE, Chemnitz, Hutholz
    2007-07-08 12:25:21
    det. Christoph Benisch

Einordnung:
Cryptocephalus pusillus gehört zur Unterfamilie Cryptocephalinae, Tribus Cryptocephalini.
Verbreitung:
Europa, in Deutschland in niedrigen Lagen weit verbreitet.
Lebensraum:
Feuchte Wälder, Waldsäume, Kahlschläge, Wiesen.
Beschreibung:
Länge 2,5 - 3 mm; Oberseite gelbrot, Unterseite bis auf die Vorderbrust schwarz: Flügeldecken blaß rotgelb; Flügeldeckennaht, Basalkante des Halsschilds und der Flügeldecken schmal schwarz gesäumt, eine meist längliche Makel auf der Schulterbeule und ein Querwisch hinter der Mitte der Flügeldecken schwarzbraun; Halsschild klein, nach vorn auffällig verschmälert.
Die Art bildet verschiedene Farbformen. Von diesen ist die Farbform marshami Weise leicht mit Cryptocephalus rufipes zu verwechseln. Diese besitzt schwarze Flügeldecken mit schmalem, gelbem Seitensaum, oft ist auch noch ein gelber Fleck vor der Spitze vorhanden. Cryptocephalus pusillus unterscheidet sich von Cryptocephalus rufipes durch die Form des Halsschilds und die deutlich kürzere und plumpere Gestalt.
Lebensweise:
Die Imagines des Kleinen Birken-Fallkäfers Cryptocephalus pusillus erscheinen ab Ende Juni und können bis September gefunden werden. Die Art bildet eine Generation pro Jahr.
Cryptocephalus pusillus lebt oligophag an verschiedenen Laubbäumen und Sträuchern, häufig an Hängebirke (Betula pendula), aber auch an Weiden (Salix), Pappeln (Populus), Erlen (Alnus), Eichen (Quercus) und Hasel (Corylus).
Die Eier werden von den Weibchen mit einem vor Fressfeinden schützenden schuppenartigen Überzug aus einem aushärtenden Sekret, das häufig auch Kot und Pflanzenteile enthält, versehen und auf den Boden unterhalb der Futterpflanze fallen gelassen.
Nach dem Schlüpfen leben und entwickeln sich die Larven in der Laubschicht und durchlaufen 4 Larvenstadien. Die Larven ernähren sich von welken Blättern und abgefallenen Kätzchen von Birken und Haseln. Sie leben in einem Larvensack aus totem Pflanzenmaterial und Kot, den sie ständig mit sich herumtragen und niemals verlassen. Dieser wird mittels eines mit speziellen Afterdrüsen produzierten Sekrets und ausgeschiedenem Kot vergrößert. Zur Verpuppung klettern die Larven an Pflanzen nach oben. Der Eingang des Larvensacks wird verschlossen. Nach der Puppenruhe verlassen die Käfer den Larvensack durch eine gegenüber dem ursprünglichen Eingang genagte Öffnung.

Quellen, weiterführende Literatur, Links:
  1. Rheinheimer, Joachim, & Hassler, Michael: Die Blattkäfer Baden-Württembergs, 2018, 928 pages, Kleinsteuber Books (Karlsruhe), ISBN 978-3-9818110-2-5
  2. Arved Lompe: Die Käfer Europas - Ein Bestimmungswerk im Internet