Stamm Arthropoda (Gliederfüßer) ➔ Unterstamm Hexapoda (Sechsfüßer) ➔ Klasse Insecta (Insekten) ➔ Ordnung Diptera (Zweiflügler) ➔ Familie Hippoboscidae (Lausfliegen)

Pseudolynchia canariensis (Macquart, 1840)

Taubenlausfliege Pigeon Louse Fly

Synonyme:

Lynchia simillima Speiser, 1904 | Olfersia capensis Bigot, 1885 | Olfersia exornata Speiser, 1900 | Olfersia falcinelli Rondani, 1879 | Olfersia lividicolor Bigot, 1885 | Olfersia maura Bigot, 1885 | Olfersia rufipes Macquart, 1847 | Olfersia testacea Macquart, 1843 |

  • Pseudolynchia canariensis  8627
    Pseudolynchia canariensis (Macquart, 1840)  Taubenlausfliege  Pigeon Louse Fly 
    Pseudolynchia canariensis
    ES, Fuerteventura, Costa Calma; 2018-04-18 11:36:07
    Bildnummer: 8627

    ES, Fuerteventura, Costa Calma
    2018-04-18 11:36:07


Verbreitung und Lebensraum:
In weiten Teilen der Welt (bevorzugt in wärmeren subtropischen und tropischen Gebieten) in denen als Wirte geeignete Vögel (meist Tauben) leben.
Beschreibung:
Die Taubenlausfliege ist eine dunkelbraune Fliege mit einem abgeflachten Körper und transparenten gut entwickelten Flügeln. Die Beine sind mit kräftigen Schenkeln ausgestattet. An jedem Fuß befinden sich 4 Klauen. Die Männchen besitzen eine Körperlänge von 5 - 6 mm. Zumindest die „trächtigen“ Weibchen sollten etwas größer sein.
Lebensweise:
Die Taubenlausfliege Pseudolynchia canariensis ist ein Ektoparasit (Außenparasit) von Vögeln, häufig von Tauben (Familie Columbidae).
Pseudolynchia canariensis ist lebendgebärend (vivipar). Ein Weibchen kann im Laufe seines Lebens nacheinander etwa 10 - 20 Larven produzieren. Im Uterus des Weibchens entwickelt sich eine einzelnes Ei. Die Larve bleibt nach dem Schlupf im Körper der Mutter und ernährt sich von Sekreten. Sie wächst und häutet sich zweimal. Bei der Geburt ist die Larve ausgewachsen und sofort verpuppungsbereit (Präpuppe). Die zunächst weiße Präpuppe härtet zu einer dunklen Puppe aus. Nach vollendeter Metamorphose verläßt eine junge Lausfliege die Puppe.
Die Puppen sind meist an den Ruheplätzen oder im Gefieder der Vögel zu finden.
Anmerkung:
Pseudolynchia canariensis ist als Überträger von Protozoen (Haemoproteus columbae) bekannt, die Krankheiten bei Tauben verursachen können.
Die Taubenlausfliegen tragen auch zur Verbreitung von Milben und Läusen bei, da sie von diesen gern als Transportmittel genutzt werden (Phoresie). Die Fluggäste lassen sich fallen, sobald sie einen geeigneten Wirt gefunden haben.

Quellen, weiterführende Literatur, Links:
  1. Pape T. & Thompson F.C. (eds) (2017). Systema Dipterorum (version 2.0, Jan 2011). In: Species 2000 & ITIS Catalogue of Life, 2017 Annual Checklist (Roskov Y., Abucay L., Orrell T., Nicolson D., Bailly N., Kirk P.M., Bourgoin T., DeWalt R.E., Decock W., De Wever A., Nieukerken E. van, Zarucchi J., Penev L., eds.). Digital resource at www.catalogueoflife.org/annual-checklist/2017. Species 2000: Naturalis, Leiden, the Netherlands. ISSN 2405-884X.
  2. https://wiki.nus.edu.sg/display/TAX/Pseudolynchia+canariensis+-+Pigeon+Fly