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Panzeria rudis (Fallén, 1810)

Eulen-Raupenfliege

Synonyme:

Tachina rudis Fallén, 1810 | Ernestia microcera Robineau-Desvoidy, 1830 | Musca torvus Harris, 1780 | Nemoraea varicornis Macquart, 1848 | Panzeria lateralis Robineau-Desvoidy, 1830 | Tachina strenua Meigen, 1824 |

  • Panzeria rudis, männlich  4663
    Panzeria rudis (Fallén, 1810)  Eulen-Raupenfliege   
    Panzeria rudis, männlich; det. Stephane Lebrun
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2011-06-11 13:52:42
    Bildnummer: 4663
    männlich
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2011-06-11 13:52:42
    det. Stephane Lebrun
  • Panzeria rudis, weiblich  5246
    Panzeria rudis (Fallén, 1810)  Eulen-Raupenfliege   
    Panzeria rudis, weiblich
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2012-05-18 15:45:20
    Bildnummer: 5246
    weiblich
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2012-05-18 15:45:20

  • Panzeria rudis, weiblich  5247
    Panzeria rudis (Fallén, 1810)  Eulen-Raupenfliege   
    Panzeria rudis, weiblich
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2012-05-18 15:45:41
    Bildnummer: 5247
    weiblich
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2012-05-18 15:45:41


Einordnung:
Panzeria rudis gehört zur Unterfamilie Tachininae.
Verbreitung:
Europa, in Teilen Asiens.
Lebensraum:
Laub-, Misch- und Kiefernwälder.
Beschreibung:
Körperlänge 9 - 12 mm; Hinterkopf oben hinter den postokularen Härchen mit 2 - 4 Reihen schwarzer Börstchen; Wangen (fast) nackt; Augenbehaarung gelb; mittlere schwarze Längsstreifen des Thorax vor der Naht getrennt; Schildchen mit gekreuzten Apikalborsten; 3. Fühlerglied an der Basis gelb.
Männchen: Stirn 0,17 - 0,26 mal so breit wie ein Auge; Vorderkrallen 1,5 - 1,8 mal so lang wie das letzte Tarsenglied.
Weibchen: 4. Glied des Vordertarsus fast zweimal so breit wie lang.
Lebensweise:
Die Eulen-Raupenfliege Panzeria rudis bildet eine Generation pro Jahr.
Die Larven von Panzeria rudis parasitieren die Raupen von Eulenfaltern. Bekannte Wirte sind die Kiefern- oder auch Forleule (Panolis flammea), die Rundflügel-Kätzcheneule (Orthosia cerasi), das Schwarze C (Xestia c-nigrum) und die Braune Moderholzeule (Xylena vetusta).
Die Imagines von Panzeria rudis erscheinen im Mai und fliegen bis Juli. Nach der Paarung entwickeln sich die Embryonen in den befruchteten Eiern bereits im uterusartigen Eileiter der Weibchen. Die Eier werden an Pflanzenteilen, an denen die Wirtsraupen fressen, abgelegt. Die Larven schlüpfen schon bei der Eiablage und beginnen sofort mit der Suche nach einem geeigneten Wirt. Sobald sie einen gefunden haben, bohren sie sich in diesen hinein. Das Bohrloch bleibt offen und ermöglicht der Larve das Atmen. Diese frisst im Innern des Wirts. Die Raupe entwickelt sich zunächst weiter, stirbt aber kurz vor der Verpuppung. 1 - 2 Tage nach dem Tod der Raupe verlässt die ausgewachsene Raupenfliegenlarve den Wirt um sich zu verpuppen. Die Verpuppung erfolgt in der letzten ausgehärteten Larvenhülle (Puparium). Panzeria rudis überwintert als Puppe.
Anmerkung:
Panzeria rudis (Fallén, 1810) = Ernestia rudis (Fallén, 1810)

Quellen, weiterführende Literatur, Links:
  1. Pape T. & Thompson F.C. (eds) (2017). Systema Dipterorum (version 2.0, Jan 2011). In: Species 2000 & ITIS Catalogue of Life, 2017 Annual Checklist (Roskov Y., Abucay L., Orrell T., Nicolson D., Bailly N., Kirk P.M., Bourgoin T., DeWalt R.E., Decock W., De Wever A., Nieukerken E. van, Zarucchi J., Penev L., eds.). Digital resource at www.catalogueoflife.org/annual-checklist/2017. Species 2000: Naturalis, Leiden, the Netherlands. ISSN 2405-884X.
  2. de Jong, Y.S.D.M. (ed.) (2013) Fauna Europaea version 2.6.2 Web Service available online at https://fauna-eu.org/
  3. Hans-Peter Tschorsnig, Benno Herting: Die Raupenfliegen (Diptera: Tachinidae) Mitteleuropas: Bestimmungstabellen und Angaben zur Verbreitung und Ökologie der einzelnen Arten, Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde Serie A (Biologie), vol. 506, 1994.
    The Tachinids (Diptera: Tachinidae) of Central Europe: Identification Keys for the Species and Data on Distribution and Ecology, Translation by Rotraud Rayner & Chris Raper, 2001
  4. U. Schulz & F. Dreger: Higher abundance of Ernestia rudis in transformed pine forests of Germany and search for the diversity of hosts, The Tachinid Times 16, Febr. 2003, page 8.
  5. Hans Sachtleben: Die Forleule Panolis flammea Schiff., Monographien zum Pflanzenschutz, Berlin, Verlag von Julius Springer, 1929.