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Sceliphron destillatorium (Illiger, 1807)

Synonyme:

Pelopoeus pensilis trinacriensis De Stefani Perez, 1889 | Pelopoeus sardonius Lepeletier de Saint Fargeau, 1845 | Pepsis destillatoria Illiger, 1807 | Pepsis pensilis Illiger, 1807 | Sceliphron pensilis (Illiger, 1807) | Sphex flavipes Christ, 1791 ? |
(?: zweifelhaftes Synonym)

  • Sceliphron destillatorium  3874
    Sceliphron destillatorium (Illiger, 1807)     
    Sceliphron destillatorium
    BG, Russalka; 2010-08-13 16:56:14
    Bildnummer: 3874

    BG, Russalka
    2010-08-13 16:56:14


Verbreitung:
Südwestpaläarktis: Vom Mittelmeergebiet bis Südwestasien.
Lebensraum:
Verschiedene Lebensräume, häufig in Gewässernähe und im Siedlungsbereich.
Beschreibung:
Schwarz und gelb gefärbte Wespe; Thorax überwiegend schwarz, dunkel behaart; Tegulae (Chitinschuppe an der Flügelwurzel) gelb; Petiolus (Hinterleibsstiel) gelb, etwa so lang wie Hinterschienen; Hintercoxen (Hinterhüften) im vorderen Teil winklig hervorstehend; Beine zum großen Teil gelb gefärbt; Scapus (Fühlerwurzel) gelb.
Weibchen: Körperlänge 22 - 30 mm, Postscutellum gelb.
Männchen: Körperlänge 15 - 25 mm, Gesicht hell behaart.
Der Hinterleibsstiel kann bei einzelnen Wespen auch teilweise oder vollständig schwarz gefärbt sein (f. pensile Illiger).
Ähnliche Arten:
Die ähnliche Sceliphron spirifex unterscheidet sich von Sceliphron destillatorium durch die schwarze Färbung der Tegula und des Scapus.
Lebensweise:
Sceliphron destillatorium fliegt von Juli bis September. Die Imagines ernähren sich von Nektar und besuchen die Blüten von unterschiedlichen Pflanzen.
Die Nester werden von den Weibchen an geschützten Orten, wie Felsnischen, überhängenden Felsen, in hohlen Bäumen oder an der Unterseite von Ästen, aber auch unter Brücken oder Hausdächern angelegt. Ein Nest besteht aus mehreren Zellen, die im Durchschnitt etwa 3 cm lang und 1,4 cm breit sind. Wenn eine Zelle fertig ist, geht das Weibchen auf Beutejagd. Normalerweise wird auf dem ersten in der Zelle deponierten Beutetier ein Ei abgelegt. Nach dem Eintragen weiterer Beutetiere als Larvenproviant wird die Zelle verschlossen. Das Eistadium dauert 3 - 4 Tage. Nach dem Schlupf ernährt sich die Larve 14 - 15 Tage von den Nahrungsvorräten in der Zelle. Anschließend baut die Larve einen Kokon und durchläuft eine Diapause. Sceliphron destillatorium überwintert als Vorpuppe.

Quellen, weiterführende Literatur, Links:
  1. Ruggiero M., Ascher J. & al. (2019). ITIS Bees: World Bee Checklist (version Sep 2009). In: Species 2000 & ITIS Catalogue of Life, 2019 Annual Checklist (Roskov Y., Ower G., Orrell T., Nicolson D., Bailly N., Kirk P.M., Bourgoin T., DeWalt R.E., Decock W., Nieukerken E. van, Zarucchi J., Penev L., eds.). Digital resource at www.catalogueoflife.org/annual-checklist/2019. Species 2000: Naturalis, Leiden, the Netherlands. ISSN 2405-884X.
  2. Hermann Dollfuss: Bestimmungsschlüssel der Grabwespen Nord- und Zentraleuropas (Hymenoptera, Sphecidae) mit speziellen Angaben zur Grabwespenfauna Österreichs, Stapfia, Linz, 20. Dez. 1991, 1-247.
  3. Christian Schmid-Egger: Sceliphron curvatum (F. Smith 1870) in Europa mit einem Bestimmungsschlüssel für die europäischen und mediterranen Sceliphron-Arten (Hymenoptera, Sphecidae)., in: bembiX 19 (2004), S. 7–28, Bielefeld.
  4. Осы Беларуси
  5. Manfred Blösch: Grabwespen Illustrierter Katalog der einheimischen Arten, Westarp Wissenschaften-Verlagsgesellschaft mbH, Hohenwarsleben, 2012 (Leseprobe).