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Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)

Schwammspinner Gypsy Moth

Synonyme:

Phalaena dispar Linnaeus, 1758 [Originalkombination] | Porthetria hadina Butler, 1881 | Porthetria umbrosa Butler, 1881 |

  • Lymantria dispar, Raupe  1704
    Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)  Schwammspinner  Gypsy Moth 
    Lymantria dispar, Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2007-05-18 10:36:05
    Bildnummer: 1704
    Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2007-05-18 10:36:05

  • Lymantria dispar, Raupe  8761
    Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)  Schwammspinner  Gypsy Moth 
    Lymantria dispar, Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2019-06-09 12:48:53
    Bildnummer: 8761
    Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2019-06-09 12:48:53

  • Lymantria dispar, Raupe  8762
    Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)  Schwammspinner  Gypsy Moth 
    Lymantria dispar, Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2019-06-09 12:48:58
    Bildnummer: 8762
    Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2019-06-09 12:48:58

  • Lymantria dispar, Raupe  8763
    Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)  Schwammspinner  Gypsy Moth 
    Lymantria dispar, Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2019-06-09 12:49:45
    Bildnummer: 8763
    Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2019-06-09 12:49:45

  • Lymantria dispar, Raupe  9101
    Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)  Schwammspinner  Gypsy Moth 
    Lymantria dispar, Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2019-06-20 19:26:03
    Bildnummer: 9101
    Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2019-06-20 19:26:03

  • Lymantria dispar, abgestreifte Raupenhaut  9106
    Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)  Schwammspinner  Gypsy Moth 
    Lymantria dispar, abgestreifte Raupenhaut
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2019-06-23 10:00:36
    Bildnummer: 9106
    abgestreifte Raupenhaut
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2019-06-23 10:00:36

  • Lymantria dispar, abgestreifte Raupenhaut  9107
    Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)  Schwammspinner  Gypsy Moth 
    Lymantria dispar, abgestreifte Raupenhaut
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2019-06-23 10:01:04
    Bildnummer: 9107
    abgestreifte Raupenhaut
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2019-06-23 10:01:04

  • Lymantria dispar, Raupe  9102
    Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)  Schwammspinner  Gypsy Moth 
    Lymantria dispar, Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2019-06-23 10:07:26
    Bildnummer: 9102
    Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2019-06-23 10:07:26

  • Lymantria dispar, Raupe  9103
    Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)  Schwammspinner  Gypsy Moth 
    Lymantria dispar, Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2019-06-23 16:08:55
    Bildnummer: 9103
    Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2019-06-23 16:08:55

  • Lymantria dispar, Raupe  9104
    Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)  Schwammspinner  Gypsy Moth 
    Lymantria dispar, Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2019-06-23 10:07:37
    Bildnummer: 9104
    Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2019-06-23 10:07:37

  • Lymantria dispar, Raupe  9105
    Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)  Schwammspinner  Gypsy Moth 
    Lymantria dispar, Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2019-06-27 14:22:53
    Bildnummer: 9105
    Raupe
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2019-06-27 14:22:53

  • Lymantria dispar, weiblich  9108
    Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)  Schwammspinner  Gypsy Moth 
    Lymantria dispar, weiblich
    DE, Chemnitz, Zeisigwald; 2019-12-21 10:45:53
    Bildnummer: 9108
    weiblich
    DE, Chemnitz, Zeisigwald
    2019-12-21 10:45:53


Einordnung:
Lymantria dispar gehört zur Unterfamilie Lymantriinae, Tribus Lymantriini.
Verbreitung:
Europa, Nordafrika, Asien, Nordamerika.
Lebensraum:
Die wärmeliebende Art ist in Laub- und Mischwäldern, Alleen, Parks und Gärten anzutreffen.
Beschreibung:
Männchen und Weibchen des Schwammspinners unterscheiden sich deutlich.
Die 18 - 25 mm großen Männchen besitzen graubraune Vorderflügel mit undeutlichen schwarzen Zackenbinden und bräunliche Hinterflügel. Die Flügelspannweite beträgt etwa 3,5 - 5 cm. Die doppelkammzähnigen Fühler der Männchen haben lange Kammzähne.
Die 27 - 36 mm großen, plumperen Weibchen besitzen gelblich-weiße Flügel mit schwarzen Zackenbinden auf den Vorderflügeln und einen dicken braunen Afterbusch. Ihre Flügelspannweite beträgt etwa 5 - 8 cm.
Die variabel gefärbten Raupen sind lang behaart und besitzen blaue und rote Knopfwarzen. Männliche Raupen können bis 5 cm und weibliche bis 7 cm lang werden.
Lebensweise:
Lymantria dispar bildet eine Generation pro Jahr. Die Imagines des Schwammspinners sind in Mitteleuropa von Juli bis September anzutreffen.
Die Männchen sind aktive Flieger, die tagsüber und manchmal auch abends fliegen. Während in Asien beheimatete Weibchen auch längere Flugstrecken zurücklegen können, sind die Weibchen in Europa zum Teil flugunfähig oder schlechte Flieger.
Die Weibchen senden Pheromone aus, um die Männchen anzulocken. Nach der Paarung werden die Eier von den Weibchen in Gelegen abgelegt und mit Afterwolle bedeckt. Ein Gelege kann 100 bis zu 1000 Eier enthalten. Der deutsche Name Schwammspinner leitet sich vom baumschwammähnlichen Aussehen der Eigelege ab. Die Embryonen entwickeln sich in den Eiern und überwintern im Gelege. Im folgenden Frühling schlüpfen die Raupen. Die Jungraupen verbreiten sich an Seidenfäden hängend mit Hilfe des Windes. Die Raupen sind polyphag. Sie fressen an vielen verschiedenen Laubhölzern, seltener an Nadelhölzern, und sind in Mitteleuropa häufig an Eichen, Hainbuchen, Buchen, Weiden, Linden, Birken und vielen Obstbaumarten zu finden. Ende Juni oder Anfang Juli verpuppen sich die ausgewachsenen Raupen. Etwa 2 Wochen später schlüpfen die Falter. Diese nehmen keine Nahrung auf und haben eine Lebenserwartung von 1 - 3 Wochen.
Bei massenhaftem Auftreten der Raupen kann es zu Kahlfraß in Laubwäldern und an Obstbäumen kommen.
Anmerkung:
Die Raupe von 2019 habe ich am 9. Juni an einem Eichenblatt gefunden. Sie hat sich am 22.Juni zur ausgewachsenen Raupe gehäutet und bis zum 30. Juni mit gesundem Appetit Eichenblätter gefressen. Am ersten Juli war der Deckel der Raupenbehausung verschoben und ihre Bewohnerin verschwunden. Die kräftige Raupe hatte sich in der Nacht auf die Suche nach einem geeigneten Platz zur Verpuppung begeben und in 2 gegenüberliegenden Zimmerecken kleine Kotbällchen hinterlassen. Die Raupe blieb verschwunden, auch meine Hoffnung, dass der Falter nach dem Schlupf erscheint, erfüllte sich nicht. Erst am 21. Dezember habe ich das geschlüpfte Falterweibchen in 2,40 m Höhe hinter der obersten Bücherreihe eines Wandregals entdeckt. Eine Speckkäferlarve hatte bereits größere Teile des Falters verspeist.

Quellen, weiterführende Literatur, Links:
  1. Bestimmungshilfe des Lepiforums
  2. Dagmar Nierhaus-Wunderwald und Beat Wermelinger: Der Schwammspinner (Lymantria dispar L.), Merkbl. Prax. 34 (2001), ISSN 1422-2876.
  3. Molet, T. 2012. CPHST Pest Datasheet for Lymantria dispar asiatica. USDAAPHIS-PPQ-CPHST.